Mehr Radwege, mehr Radverkehr

Studie zu Mobilität in Städten Eine internationale Studie liefert neue Argumente für den Ausbau von Radwegen in Städten: Bereits ein zusätzlicher Kilometer Radweg führt im Durchschnitt dazu, dass jährlich rund 13.400 Kilometer mehr mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Die Untersuchung basiert auf Bewegungsdaten aus 11.587 Städten in 121 Ländern und wurde im Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht. 

Analysiert wurden Faktoren, die das Mobilitätsverhalten in Städten beeinflussen – darunter Bevölkerungsdichte, Radinfrastruktur und Kraftstoffpreise. Laut Studie begünstigen kompakte, dicht besiedelte Städte kurze Wege, die häufiger zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Einfluss haben auch Preise an Zapfsäulen: Je höher sie sind, desto mehr Kilometer werden mit dem Rad oder zu Fuß zurückgelegt. Darüber hinaus zeigt die ­Studie, dass eine bessere Radinfrastruktur den Fußverkehr fördert. Zusätzlich kann aktive Mobilität Gesundheitskosten deutlich senken, für mehr Bewegung im Alltag sorgen und gleichzeitig den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren. 

Laut Studie unterstreichen die Ergebnisse, dass Investitionen in Rad- und Fußverkehr einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen und gesunden Stadtentwicklung leisten können. Besonders wirksam seien dabei sichere Radwege, verkehrsberuhigte Straßen, sichere Kreuzungen und eine kompakte Stadtplanung, die kurze Alltagswege ermöglicht.

Foto: ADFC/April Agentur


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